„20 Jahre Freiheit in Europa – Deutschland sagt Danke“
So lautete das Motto einer Veranstaltungsreihe der besonderen Art, die die POOLgroup im Frühsommer 2009 für das Auswärtige Amt durchführte. Der Dank ging an die Länder Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei für deren Unterstützung auf dem Weg zur innerdeutschen Grenzöffnung, die sich 2009 zum 20. Mal jährte.
Da sich der Dank nicht nur an die Regierungen sondern ausdrücklich auch an die Bevölkerungen richtete, war ein Konzept gefragt, diesen Dank möglichst persönlich auszusprechen. Das Konzept hieß: Hinfahren.
Denn „normale“ Ungarn, Polen, Tschechen und Slowaken trifft man nun mal hauptsächlich vor Ort im jeweiligen Land. Zeit und Logistik ließen zwar keine flächendeckenden Besuche zu, aber zumindest welche in den Hauptstädten, die immerhin direkten Kontakt zu jeweils einigen hundert bis tausend Landsleuten ermöglichten.
Dafür wurde ein „Tour-Paket“ geschnürt, das an fünf Stationen (in Polen kam noch Danzig hinzu) jeweils drei Tage lang über die Ereignisse vor 20 Jahren informieren, dabei aber auch Spaß machen und eben unseren Dank ausdrücken sollte.
Inhalte brachte das Auswärtige Amt mit, auch die gestalterischen Grundlagen waren vorhanden, aber wie nun das Ganze in die Tat umsetzen? Das war die Frage an die POOLgroup. Eine Antwort war: Im Freien. Auf einem möglichst zentralen Platz. Denn der normalste Mensch ist der, den man alltäglich zufällig auf der Straße trifft.
Um diese zufälligen Treffen erstens möglich und zweitens auch erfolgreich zu machen, erarbeitete die POOLgroup ein technisches und logistisches Konzept. Es musste eine attraktive, aufmerksamkeitsstarke Präsentation der Inhalte gewährleisten, gleichzeitig aber auch den sehr unterschiedlichen lokalen Platzverhältnissen Rechnung tragen.
Fünf so genannte Modulboxen wurden dafür ausgestattet, originelle würfelförmige Elemente, aus denen durch Aufklappen der Seitenwände überdachte Räume entstehen. Die konnten je nach Platz in verschiedenen Kombinationen aufgestellt werden und beherbergten neben klassischen Informationsmedien auch ein ansprechendes Unterhaltungsangebot mit vielen Mitmach-Aktionen und sonstigen Möglichkeiten zum persönlichen Kontakt.
In enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Deutschen Botschaften war für jede Stadt ein maßgeschneidertes Programm zusammengestellt worden. Wo der Platz es erlaubte, kam zusätzlich eine fahrbare Bühne zum Einsatz, auf der dann auch größere musikalische Ensembles auftreten konnten. Gesprächsrunden und Vorträge gehörten ebenfalls dazu und natürlich auch politische Prominenz wie der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier.
Ein festes Tour-Team der POOLgroup betreute die fünfwöchige Aktion nicht nur technisch und logistisch, sondern packte auch gerne mit an, wenn es um die inhaltliche Durchführung von Aktionen ging. Denn wie sonst konnte man besser ins Gespräch mit den Menschen kommen? Und das war schließlich der Sinn der Sache.